Gründungsgeschichte

Messehallen – Wie alles begann!

Von August 2015 bis Oktober 2015 kamen auf dem Hamburger Messegelände in einer der Hallen rund 1.200 Geflüchtete unter. Dort mangelte es massiv an Grundversorgung und vor allem an Privatsphäre. Die Initiative Refugees Welcome Karoviertel richtete in nur wenigen Tagen ein umfassendes Versorgungsnetzwerk mit insgesamt 16 Arbeitsgruppen ein und sammelt Spenden ein. In einem extra eingerichteten Zelt konnten wir unsere Arbeit beginnen. Das Kinderprogramm Erstaufnahmen war geboren.

Eine Handvoll visionärer Frauen machte es möglich, dass die immer wieder wechselnden 100 bis 150 Kinder auch im tristen Unterkunftsalltag ein wenig „Kind sein“ konnten. Dank vieler Unterstützer*innen konnten wir in kürzester Zeit zweimal täglich drei Stunden betreute Spielzeit anbieten ­– inklusive Getränken und Obst. Wir organisierten viele tolle Ausflüge, Transferbegleitungen und Geburtstagskisten – vom großen Bayram-Fest einmal ganz abgesehen.

... und wo wir heute stehen

Nach dem Transfer der Geflüchteten in andere Einrichtungen konnten wir mit Hilfe vieler Unterstützer*innen die Kleinen auch weiterhin mit ihrem gewohnten Programm und bekannten Gesichtern begleiten – ein Stück Beständigkeit in unsicheren Zeiten.

Mittlerweile haben wir mit Kids Welcome nicht nur einen neuen Namen, sondern sind auch in einer Vielzahl an Erstaufnahme-Einrichtungen in Hamburg tätig. Unsere ehrenamtlichen Helfer*innen bieten ein kreatives Kinderprogramm für 35 bis 80 Kinder pro Standort an. Dabei arbeiten wir mit den verschiedenen Trägern (fördern&wohnen, Johanniter, DRK) zusammen.

 
 
2016 haben wir unser Spektrum erweitert auf die Betreuung Unbegleiteter Minderjähriger Flüchtlinge und Patenschaften. Wir haben verschiedene mobile Projekte entwickelt, mit denen wir Spaß und Expertise in die Unterkünfte bringen.
 
Mit der zunehmenden Verstetigung des Alltags der geflüchteten Kinder - durch den Besuch von Regelschulen und Kindergärten außerhalb der Unterkünfte und den Umzug in Folgeunterkünfte hat sich unser Fokus noch einmal erweitert. Seit 2017 stehen in unserer Arbeit vor allem Begegnungen und Sozialraumerkundung im Mittelpunkt. In unserem Büro in der Turnerstraße haben wir zudem zahlreiche Hilfs- und Betreuungsangebote wie Einzel- und Gruppennachhilfe sowie offene Sprechstunden und Beratungen.